Schluss

Das abschließende Fazit lässt sich sehr knapp zusammenfassen. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts war Schloss Offenberg ohne jeden Zweifel in seiner Bausubstanz akut gefährdet. Die Gründe hierfür sind sicherlich mehrschichtig: Die Ereignisse im Verlauf des Dreißigjährigen Kriegs mit ihren direkten und indirekten Begleiterscheinungen, wirtschaftliche Probleme aufgrund der sich immer stärker auswirkenden Klimaverschlechterung, Geldmangel und sicherlich auch Interesselosigkeit der beiden Vorbesitzer, Franz Graf von Spaur und David Graf von Sarnthein.

Ohne einen Anton Sebastian Graf zu Montfort wäre es dem totalen Verfall preisgegeben gewesen. Diese sehr hart klingende Behauptung wurde im Verlauf dieser Untersuchung durch das noch vorhandene Quellenmaterial augenfällig bewiesen. Mit erheblichem finanziellen Aufwand führte Anton Sebastian Graf zu Montfort zwischen 1688 und 1715 eine Generalsanierung durch, die mit erheblichen Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen verbunden war. Das aktuelle Erscheinungsbild von Schloss Offenberg geht in den wesentlichen Zügen auf seine Initiative zurück. Die angemessene posthume Würdigung von Anton Sebastian zu Montfort erfolgte u.a. durch die Übernahme des Wappens seiner Familie in das Wappen der Gemeinde Offenberg.

 

Abb. 14: Schloss Offenberg (Südflügel - Foto: Ludwig Keller, 1998).

1998 wurde Schloss Offenberg als Sitz der "Europäischen Akademie für Kultur- und Gesellschaftsfragen e.V." gewählt. Ländergrenzen übergreifende Beziehungen zu Offenberg gab es schon im 17. und 18. Jahrhundert. Ein gutes Omen.

 

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Die Geschichte von Schloss Offenberg

Schloss Offenberg / Niederbayern
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